Ganz Deutschland feiert dieser Tage den 80. Geburtstag von Udo Lindenberg – und auch wir von der LESE lüften den Hut vor dem Großmeister des deutschen Rock! Denn was kaum jemand weiß: Es gibt eine ganz heiße, persönliche Verbindung zwischen der LESE und dem Panikrocker.
Der heiße Draht nach Hamburg läuft direkt über unseren LESE-Freund Dr. Volker Busse, den Vorsitzenden des Pirandellotisches. Wie aber kommt ein rheinischer Jurist und Spitzenbeamter zu einer persönlichen Bekanntschsft mit der Rock-Ikone?
Ein Geheimauftrag vom Bundeskanzler
Alles begann Anfang 2005 im Bundeskanzleramt. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte eine Idee und beauftragte Volker Busse und seine Kollegen – zusammen mit dem Haus der Geschichte – eine Kunstausstellung für Udo Lindenberg auf die Beine zu stellen. Der Titel der Schau im Palais Schaumburg: „Keine Panik: Udo Lindenbergs bunte Republik“.
Udo rückte an, die Stimmung war von Sekunde eins an legendär locker. Zur Eröffnung brachte er eine Gitarre mit der unmissverständlichen Aufschrift „Gitarren statt Knarren“ mit. Es wurde gesungen, getanzt und gelacht – allerdings im Palais Schaumburg noch in absolut moderater Kanzleramt-Lautstärke.
Das war Udo dann aber doch etwas zu zahm. Volker Busse erinnert sich schmunzelnd an Udos Spruch in Richtung des damaligen Chefs des Hauses der Geschichte, Hermann Schäfer: „Hermann, heute war ich ja soft, aber wenn wir demnächst bei Dir im Museum sind, darf ich dann mein Panikorchester mitbringen und „full sound“ spielen?“ Schäfer nickte das ab – mit dem Ergebnis, dass die Gäste bei der späteren Eröffnung im Haus der Geschichte vorsorglich alle Ohrenstöpsel verpasst bekamen!
Vom Spitzenbeamten zum „Palais Busse“
Hinter der lauten Rocker-Fassade lernte Volker Busse damals einen hochsensiblen, tiefgründigen Musiker und wandlungsfähigen Künstler kennen, der sich stets selbst treu geblieben ist. Aus der intensiven Zusammenarbeit wurde eine persönliche Verbindung.

Als ganz besonderes Dankeschön schenkte Udo Volker Busse eines seiner berühmten, mit echtem Likör gemalten Bilder – ein exklusives „Likörell“. Das Motiv? Ein stolzer Ozeandampfer mit der Aufschrift „Palais Busse“, umschwärmt von gezeichneten Sirenen. Ein echtes Unikat!
Geburtstagsgrüße per Collage
Zum aktuellen 80. Geburtstag von Udo ließen es sich Volker Busse und seine Frau natürlich nicht nehmen, sich für die jahrelange Bekanntschaft zu revanchieren. Sie gratulierten dem Altmeister ganz herzlich mit einer eigens angefertigten Fotocollage, die an die wilden, bunten Zeiten in der damaligen Bundeshauptstadt erinnert.
Die gesamte LESE-Familie schließt sich diesen Glückwünschen an: Alles Gute zum 80. Geburtstag, lieber Udo! Und wie immer gilt: Keine Panik!
Dietrich Engel/Fotos: Busse
