Äußerst zufrieden und mit vielen neuen Eindrücken kamen jetzt 30 kultur- und weinbegeisterte Teilnehmer der LESE von einer erlebnisreichen viertägigen Reise an die Nahe und den Rhein zurück. Bestens gerüstet mit Informationsmaterial war die Kulturfahrt mit einem ersten geschichtsträchtigen Höhepunkt gestartet: dem Besuch des imposanten Niederwalddenkmals. Von dort aus ging es weiter zum Standquartier in Bingen am Rhein-Nahe-Eck, das sich als perfekter Ausgangspunkt für die kommenden Entdeckungen erweisen sollte.

Zwischen Historie und moderner Kunst im Nahetal
Der folgende Tag stand ganz im Zeichen des idyllischen Nahetals. In der Stadt Kirn staunte die Reisegruppe über die tiefgreifende Historie, die in den historischen Gassen steckt. Ein atmosphärischer Kontrast folgte auf dem Disibodenberg: Die geschichtsträchtige Klosterruine bot den idealen Rahmen, um in das Leben und die visionären Schriften der Hildegard von Bingen einzutauchen, die hier im 12. Jahrhundert fast vier Jahrzehnte lang wirkte.
Nach einer landschaftlich reizvollen Panoramafahrt folgte das absolute architektonische Sonder-Highlight : Der Besuch der Fondation Kubach-Wilmsen. Das vom japanischen Stararchitekt Tadao Ando entworfene Steinskulpturenmuseum und die dort ausgestellten Kunstwerke hinterließen bei allen Beteiligten einen tiefen Eindruck.

Von blauen Fenstern und zisterziensischer Schlichtheit
Auch die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz stand auf dem Programm. Trotz des trubeligen Aufbaus für die traditionelle Johannisnacht, die zu Ehren des berühmtesten Sohnes der Stadt, Johannes Gutenberg, ließ sich die Gruppe die Laune nicht verderben und bewunderte die weltberühmten, tiefblauen Chagall-Fenster in St. Stephan.
Ein echter Höhepunkt für Leib und Seele wartete auf der anderen Rheinseite: das geschichtsträchtige Kloster Eberbach. Bei einer genussvollen „Schlenderweinprobe“ wandelten die LESE-Freunde auf den Spuren der Zisterziensermönche und verkosteten edle Tropfen. Die monumentale, asketische Schlichtheit der romanischen Klosterkirche und das imposante Laienrefektorium mit seinen historischen Weinpressen zeigten eindrucksvoll, wie die Mönche den Rheingau einst zum größten Weinhandelsunternehmen der westlichen Welt machten. Und natürlich durfte auch die Erinnerung daran nicht fehlen, dass diese historischen Mauern einst als authentische Kulisse für den Welterfolg der Verfilmung von Umberto Ecos „Der Name der Rose“ dienten.
Kulinarischer Ausklang und architektonische Meisterwerke
Ein kulinarischer Höhepunkt führte die Reisegruppe hoch über die Dächer von Bingen: Ein festliches Abschiedsmenü im Rheingoldsaal der Burg Klopp bot feine Gaumenfreuden bei herrlicher Aussicht.
Bevor es endgültig Richtung Heimat ging, schlug die LESE noch einmal die Brücke zur Moderne. Das kürzlich eröffnete Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden bot mit seiner abstrakten Kunst einen faszinierenden Kontrast zu den historischen Stätten der Vortage. Der strahlend weiße Granitbau des Pritzker-Preisträgers Fumihiko Maki besticht durch das Konzept der „offenen Urbanität“. Das tageslichtdurchflutete Atrium mit mit der farbenfrohen Keramikskulptur "Schneeflocken" der berühmten Künstlerin Katharina Grosse bildete den perfekten Rahmen für dieses visuelle Erlebnis.. Beeindruckend waren auch die monumentalen Skulpturen des spanischen Künstlers Eduardo Chillida
Ein gemütliches Beisammensein im traditionsreichen „Gelben Haus“ in Eltville direkt am Rhein rundete diese rundum gelungene Kultur- und Weinreise harmonisch ab.
Ein herzliches Dankeschön
Ein ganz besonderer Dank der gesamten Reisegruppe gilt den Organisatoren, die diese Fahrt mit enorm viel Herzblut, Engagement und organisatorischem Geschick vorbereitet und geleitet haben: Christel Pfletschinger sowie Christel und Ulrich Spindler! Dank ihres unermüdlichen Einsatzes wird dieses bereichernde Erlebnis allen Teilnehmern noch lange in bester Erinnerung bleiben. (e.B./de/GE; Fotos: Spindler)
